Samstag, 04. Februar 2012
 

Chronik von Neuhausen

zusammengestellt von Thomas Glass und Richard-Albrecht Küsell

1147 -

Neuhausen von den Wismarschen zerstört, als Markgraf Albrecht der Bär einen Kreuzzug gegen die heidnischen Wenden unternahm.

1265 -

Hartwig auf Neuhausen

1309 -

Gherhardus de nova domo

1318 -

castellanis in novo castro prope perleberg

1322 -

Neuhausen gehört zum Lande Lenzen

1325 -

Johann de nova domo

1334 -

Neuhausen gehört zum Lande Perleberg und wurde vom Markgrafen an den Grafen Heinrich von Schwerin versetzt

1345 -

Der Markgraf Ludwig I. verlieh Neuhausen an den Ritter Nicolaus von Lobeck

1396 -

Die Familie von Rohr ist Besitzer von Neuhausen.

1438 -

nigenhus - Friedensvertrag zwischen Berend und Helmold von Rohr und den Herzögen von Mecklenburg, die Neuhausen erobert und die Raubritterburg zerstört hatten.

1482 -

Einige Seestädte denken an eine nochmalige Zerstörung von Neuhausen

1500 -

Churt und Dietrich von Rohr wohnen auf Neuhausen

1554 -

Churt und Cyriacus von Rohr sind erbgesessen auf Neuhausen

1618 -

Durch die hohe Verschuldung, war die Familie von Rohr gezwungen die Hälfte von Neuhausen zu verkaufen. Georg von Winterfeld erwarb diesen Teil mit einem Rittersitz.

1652 -

Landesvisitationsprotokoll: 4 Kossäten in Neuhausen ansässig

1. Adam Pfeil, alhie geboren, 46 Jahre

2. Claus Willöper, aus Karrenzin, 50 Jahre

3. Jacob Schulze, alhie geboren, 50 Jahre

4. Johan Frederich, im Stift Bremen zu Medderberg geboren, 62 Jahre

alle weder Söhne noch Knechte

1711 -

Der Neuhausener Stamm der Familie von Rohr stirbt mit Christian Parum von Rohr aus.

1712 -

Die Familie von Winterfeld erwarb den Rohrschen Anteil von Neuhausen.

1738 -

Johann Gebhard von Winterfeld baut das Neuhausener Herrenhaus zu einer barocken Zweiflügelanlage um, unter der Verwendung von Teilen der alten Burg.

1813 -

Am 16-/17. Juni wütet ein großer Dorfbrand, der acht Bauerngehöfte zerstörte und die Kirche beschädigte.

1840 -

Separation der Pfarre

1848 -

Separation und Ablösung der Bauern vom Gespann- und Frohndienst

1864 -

Am Krieg Preußen gegen Dänemark nehmen 3 Neuhausener teil.

1866 -

4 Kriegsteilnehmer aus Neuhausen kämpfen gegen Österreich

1870/71

17 Männer und Jünglinge ziehen in den Krieg gegen Frankreich

1880 -

Bauer Joachim Hoppe war Ortsvorsteher und seine Schöffen waren Heinrich Röhr und Friedrich Dierke

1882 -

20 Kürassiere des 4. Esk.Kür.Rgt. Nr. 6 waren für eine Woche in Neuhausen einquartiert

1886 -

Gemeindevorsteher in Neuhausen ist Bauer Joachim J. Winterfeld und J. Buchholz

1887 -

Das Gut Neuhausen wird zwangsversteigert, dessen letzter Besitzer war der Primier-Leutnant a. D. Achatz von Winterfeld

1888 -

Der Hausschlachter Hagen aus Neuhausen wurde zum Fleischbeschauer bestimmt.

1890 -

Einquartierung der 1. Komp. des Jägerbataillions 3 mit 5 Offizieren und 115 Mann.

1892 -

Das Gut und die Bauern liefern ihre Milch an die Molkerei Klein Berge. Amtsvorsteher im Ort war Bauer Johann Winterfeld, seine Schöffen waren der Gastwirt Gustav Schmidt und der Bauer Joachim Buchholz. Die Maul- und Klauenseuche herrscht in Neuhausen.

1894 -

Separation der Holzgrundstücke

1895 -

Das Gut besteht aus 6 Wohnhäusern, 1 andere Baulichkeit, 12 Einzelhaushaltungen. Es gab 35 männliche und 37 weilbliche Bewohner, von denen 70 evangelisch und 2 katholisch waren. Die Gemeinde Neuhausen hatte 21 Wohnungen, 26 Einzelhaushaltungen, 52 männliche und 59 weibliche Einwohner und alle waren evangelisch. Die Neuhausener Mühle besaß der Müller Karl König. Das Lusthaus mit Treppenturm wurde restauriert.

1898 -

Gründung des Neuhausener Schützenvereins.

1899 -

Henning Karl von Winterfeld kaufte Neuhausen für 83.000 Mark zurück. Fahnenweihe des Schützenvereins Neuhausen.

1900 -

Die Dorfstraße wurde gepflastert und die Chaussee gebaut

1902 -

Der Wirtschaftshof des Rittergutes wurde saniert

1903 -

Das Herrenhaus wurde umgebaut

1906 -

Die kleine Kirchenglocke von 1532 wurde in Lübeck umgegossen

1910 -

Dem Amtsvorsteher Günther brannten die neue Scheune und die Stallungen nieder. Bau der Kreisringbahn.

1911 -

Eröffnung der Bahnstation in Neuhausen für den Personen- und Frachtverkehr

1914 -

Das Rittergut hatte elektrische Licht, eine Kraftanlage und Telefon

1917 -

Die große Kirchenglocke wurde für die Kriegsindustrie abgeholt

1918 -

Fünf Neuhausener waren im 1. Weltkrieg gefallen

1929 -

Der Glockenturm bekam eine neue große Glocke

1933 -

Die Neuhausener Freiwillige Feuerwehr wurde gegründet

1942 -

Die große Glocke wurde wieder für den Krieg gebraucht

1944 -

Der letzte Besitzer der Familie von Winterfeld war verstorben

1945 -

Die Familie von Busse, Besitzer des Gutes, wurden enteignet und das Gut wurde ein Versorgungsgut der Roten Armee. Im Dorf lebten 181 Kriegsflüchtlinge.

1946 -

Das Gut Neuhausen wurde unter 38 Neubauern und 2 Altbauern aufgesiedelt

1947 -

Sprengung des Lusthauses mit Treppenturm zur Baustoffgewinnung

1948 -

Beginn des Neubauern-Bauprogrammes und der Bau Siedlungshäuser am Brescher Weg,an der Neuhausener Chaussee und auf dem Gutshof.

1952 -

Neuhausen gehört seit der Verwaltungsreform zum Bezirk Schwerin

1956 -

Alfred Hoppe überführt die Restbestände, aus dem Neuhausener Schloß, ins Heimatmuseum Perleberg (Porzellan, Gemälde).

1959 -

Gründung der ersten LPG Typ I "10. Jahrestag" mit 7 Mitgliedern und 38 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche.

1960 -

Gründung der 2. LPG Typ I "Friedenswacht" mit 63 Mitgliedern und 385 ha LN. Restaurierung der Schloßkapelle durch die PGH "Drei Schilde".

1961 -

Zusammenschluß der beiden Genossenschaften zur LPG " Friedenswacht"

1968 -

Bau der 2500-Schweine-Mastanlage

1971 -

Neuhausen wird nach Berge eingemeindet

1973 -

Neuhausen gehört zum Gemeindeverband Berge

1975 -

Kreisringbahn wird stillgelegt

1979 -

Abriß einiger Wirtschaftsgebäude des Gutshofes wegen Einsturzgefahr. Baupolizeiliche Sperrung des Herrenhauses. Bau der zentralen Wasserversorgung.

1981 -

Kirche und Herrenhaus wurden offiziell unter Denkmalschutz gestellt und mit Hinweisschildern versehen. Versuch das Herrenhaus zu verkaufen, doch die Sanierungskosten hätten bis zu 2 Mio Mark betragen, diese Mittel waren jedoch nicht verfügbar.

1984 -

675-Jahrfeier von Neuhausen.

1990 -

Ein weiterer Versuch der Gemeinde, das Herrenhaus zu verkaufen.

1991 -

Sicherungsmaßnahmen am Schloß durch die Freiwillige Feuerwehr Neuhausen und ABM-Kräfte.

1992 -

Untersuchung des Bauzustandes durch Spezialisten aus Berlin und Hamburg.

1993 -

Verkauf des Herrenhauses und des ehemaligen Pferdestalles an den Dipl.-Ing. Küsell. Sanierung der Dorfstraße.

1994 -

Sanierung der Dachkonstruktion des Schlosses und Beginn des Ausbaues des ehemaligen Pferdestalles. Einweihung des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Neuhausen.

1995 -

Weiterführung der Dachsanierung des Schlosses und Sicherungen im Gebäudeinneren

1996 -

Beginn der Sanierung des Glockenturmes der Kirche Weiterführung der Instandsetzung des Schlosses mit notwendigen Abriß des Daches vom rechten Flügel wegen Einsturzgefahr und Schwammschädigungen.

1997 -

Fertigstellung des Glockenturmes der Kirche. Ausbau des ehemaligen Pferdestalls zum Restaurant und Pension. Fertigstellung des 1. Teilbreiches.

1999-2002 Der "Park" wird durch ABM-Kräfte wieder zum Park.
2003/2004 Restaurierung der sog. Schloßkapelle durch R.-A. Küsell
2005 R.-A. und H. Küsell erhalten den 1.Preis des Brandenburgischen Denkmalpflegepreises 2004